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Sprachen zählen: Geschichte, Methoden und Politik der Volkszählungen

Bereich: 
Institutionelle und gesellschaftliche Mehrsprachigkeit
Projektleitung:
Dauer: 
01.2016 bis 12.2017
Status: 
Fertiggestellt
Beschreibung: 

Diese Literaturübersicht soll den Stand der Forschung zu sozialen, politischen und linguistischen Herausforderungen von statistischen Erhebungen zu Sprachen vorstellen und internationale Studien analysieren, die in unterschiedlichen gesellschaftspolitischen und soziolinguistischen Kontexten verfasst wurden. Dabei soll die Komplexität der Dokumentation von Sprachen aufgezeigt werden, mit der sich jede Erhebung befassen muss, wenn sie Informationen zu Sprachpraktiken quantifizieren will. Untersucht wird insbesondere, wie die internationale Forschung folgende Aspekte behandelt: Entstehung, Entwicklung und Funktionen der Sprachenerhebungen in der Politik; Begriffe und Definitionen von Sprachen und Varietäten; Berücksichtigung der Sprachen als gesellschaftliche Praktiken; Rezeption und Aneignung der sprachstatistischen Resultate.

Ziel – Erwartete Resultate: 

Die Synthese wird für Forschende von Nutzen sein, die mit Daten aus Sprachenerhebungen arbeiten, da sie zum besseren Verständnis von gesellschaftspolitischen Fragen zur Entstehung und Verwendung von Sprachstatistiken beitragen wird. Es sollen ausserdem Forschungslücken in wissenschaftlichen Studien zu Sprachenerhebungen aufgezeigt werden, um zukünftige Projekte anzuregen.

Die Literaturübersicht wird des Weiteren gesellschaftspolitische Fragen zu Sprachenerhebungen in unterschiedlichen Kontexten darstellen und internationale Vergleichsmöglichkeiten bieten, die zu einem besseren Verständnis der Situation in der Schweiz beitragen. Im Hinblick auf die thematische Anpassung und Verfeinerung der statistischen Erhebungen in der Schweiz (mit der neuen „Erhebung zur Sprache, Religion und Kultur“) wird die Synthese Anhaltspunkte für einen internationalen Vergleich liefern.