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Performing Swissness

Institutionen, Diskurse und soziale Transformationen
Bereich: 
Institutionelle und gesellschaftliche Mehrsprachigkeit
Projektleitung:

Vincent Kaufmann, Uni St. Gallen

Dauer: 
01.2010 bis 12.2013
Team:

Alfonso Del Percio, Arthur Poget

 

Status: 
Fertiggestellt
Beschreibung: 

Schweizerischer Nationalfonds, Freie Forschungsförderung, Projekt Nr. 100012 129885

In unserem Forschungsprojekt „Performing Swissness: Institutionen, Diskurse und soziale Transformationen“ untersuchen wir, wie Institutionen der Kultur-, Tourismus- und Wirtschaftsförderung mittels ihrer diskursiven Praktiken ein bestimmtes Bild der „Schweiz“ konstruieren. Wir gehen zudem der Frage nach, welche Rolle soziale und wirtschaftliche Transformationen bei der (Neu-)Definition von „Swissness“ spielen.

In einem Kontext, welcher durch die Globalisierung und Infragestellung nationalstaatlicher Souveränität in der Wirtschaft und Politik geprägt ist, befindet sich auch die Konstruktionslogik nationaler Identität im Wandel. Neue diskursive Räume bilden sich heraus, in denen Diskurse über die Schweiz produziert werden. Diese Räume situieren sich innerhalb von Institutionen, die ganz oder teilweise staatlich finanziert sind und einen öffentlichen Auftrag wahrnehmen.  Gleichzeitig jedoch agieren diese in einem Umfeld, welches von den im New Public Management verbreiteten Logiken geprägt ist.

Als Institutionen der Landeskommunikation sind Schweiz Tourismus, OSEC und Pro Helvetia besonders geeignete Orte, um zu analysieren, wie sektorielle Promotionen geplant und realisiert werden, und welche Herausforderungen sich solchen Institutionen stellen.

Ausgehend von dieser institutionellen Ethnographie wollen wir das institutionelle, ökonomische und politische Umfeld, in das die Standortförderung der Schweiz eingebettet ist, beschreiben, die institutionellen und diskursiven Praktiken, mittels derer letztere betrieben wird, identifizieren, das so produzierte Wissen über die Schweiz hervorheben und aufzeigen, welche Konsequenzen sich daraus für wen ergeben. Die kritische Analyse der diskursiven Konstruktion und Promotion der Schweiz wird uns erlauben, auftretende Spannungsfelder zwischen traditionellen identitätsbezogenen Werten und ihrer Kommodifizierung in der Spätmoderne zu diskutieren.