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Forschungsbereiche

Individuelle Mehrsprachigkeit

Leitung: Prof. Raphael Berthele
Kontakt: Amelia Lambelet

Dieser Bereich widmet sich der Erforschung des gleichzeitigen bzw. sukzessiven Erwerbs von mehreren Sprachen (Erst-, Zweit- und Drittsprache) auf verschiedenen Altersstufen und in unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen mit Einbezug der Migrationsbevölkerung. Auf der Basis von empirischen Langzeitstudien soll Aufschluss über die Faktoren, welche die Entwicklung der individuellen Sprachkompetenzen beeinflussen, gewonnen werden. Besonderes Augenmerk soll dem Wissenstransfer der wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Praxis (Bildung, Schule, Integration) geschenkt werden.

Projekte

Sprachen lehren und lernen, Sprachkompetenzen beurteilen und evaluieren

Leitung: Prof. Thomas Studer
Kontakt: Peter Lenz und Amelia Lambelet

Die angewandte Forschung zu pädagogischen und didaktischen Dispositiva des Aufbaus von mehrsprachigen Sprachkompetenzen in unterschiedlichen schulischen und ausserschulischen Sprachlernkontexten ist Gegenstand dieses Forschungsbereichs. Es werden insbesondere auch Beiträge zu einer validen und fairen Beurteilung von Sprachkompetenzen und zum besseren Verständnis des Impacts des Prüfens und Testens auf das Sprachenlehren und -lernen geleistet.

Zudem begleitet das Kompetenzzentrum mit einem wissenschaftlichen Ansatz Unterrichtspraktiken und wertet diese unter folgenden Gesichtspunkten aus:

Mit Blick auf schulische und berufliche Sprachanforderungen werden Beiträge zur Begrifflichkeit und zu Konzepten mehrsprachiger Sprachkompetenzen geleistet und die Definition, Festlegung und Integration von Sprachkompetenzniveaus in Sprachenprojekten, Curricula und Lehrmitteln analysiert. Hinzu kommen Untersuchungen zur Verwendung und zur Wirkung von Instrumenten, die zur Niveaufeststellung eingesetzt werden sowie Bedarfsanalysen im Bereich der Sprachkompetenzen, z.B. im Rahmen von Curriculumsplanungen.

Die Beurteilung von Sprachkompetenzen bei verschiedenen Zielgruppen (Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Lernende mit und ohne besonderen Migrationshintergrund, Lernende mit besonderen Bedürfnissen) und in verschiedenen schulischen und beruflichen Kontexten bilden einen weiteren Fokus. Daneben werden Beiträge zur (Weiter-)Entwicklung von Beurteilungsinstrumenten (formativer und summativer Art, zur Selbst- und Fremdbeurteilung), im schulischen und beruflichen Kontext und mit besonderem Augenmerk auf der prognostischen Validität der Instrumente angestrebt. Hinzu kommen auch die Validierung von Referenztests und Abklärung der Äquivalenz von Sprachtests.

Zur Weiterentwicklung der Mehrsprachigkeitsdidaktik werden Analysen und Evaluationen von bestehenden Angeboten sowie, auf dieser Basis, Beiträge zur (Weiter-) Entwicklung neuer didaktischer Umsetzungen in schulischen und ausserschulischen Kontexten durchgeführt. Diese werden ergänzt durch Studien und Evaluationen im Bereich der Immersion, des zwei- und mehrsprachigen Unterrichts, von Austauschprogrammen und des Einsatzes neuer Technologien sowie Untersuchungen zur Kohärenz und zu den Transfers beim mehrsprachigen Lernen oder zu den Einflüssen der Förderung des Sprachbewusstseins auf das Sprachenlernen.

Projekte


Institutionelle und gesellschaftliche Mehrsprachigkeit

Leitung: Prof. Alexandre Duchêne
Kontakt: Dr. Renata Coray

Die angewandte Forschung im Bereich der institutionellen und gesellschaftlichen Mehrsprachigkeit hat zum Ziel, ihre politischen, wirtschaftlichen und institutionellen Auswirkungen in der Gesellschaft zu untersuchen, wobei die Sprachen- und Kulturpolitik im Mittelpunkt des Forschungsauftrags liegen. Es werden Analysen zur gesellschaftlichen Mehrsprachigkeit auf Grund von statistischen Daten zur Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften sowie zu deren Vertretung und Stellung in den Bundesbehörden erstellt. Von Interesse ist auch die Mehrsprachigkeit im beruflichen Umfeld, wobei die Bedeutung der Sprachkompetenzen für die berufliche Selektion und Aktivität sowie die soziale Integration von besonderem Interesse ist.

Projekte