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Bundesverwaltung und Vertretung der Sprachgemeinschaften: Analyse der Personalrekrutierungsprozesse und -strategien

In Zusammenarbeit  mit der Universität Zürich (UZH)
Verantwortung: Prof. Alexandre Duchêne und Dr. Renata Coray (KFM), Prof. Daniel Kübler (UZH/ZDA);
Wissenschaftliche MitarbeiterInnen: Emilienne Kobelt (KFM), Roman Zwicky (UZH/ZDA); 2012-2013

Publikationen:

Executive summary
"Mehrsprachigkeit verwalten? Spannungsfeld Personalrekrutierung beim Bund" (Seismo, Zürich, Juni 2015)

Projektbeschreibung:

Eine angemessene Vertretung der Sprachgemeinschaften in der eidgenössischen Verwaltung gilt im politischen Diskurs als wichtiger Ausdruck der schweizerischen Mehrsprachigkeit. Verschiedene Gesetzesgrundlagen und Weisungen sind erlassen worden, um dieses Ziel zu erreichen. Es stellen sich jedoch Fragen bezüglich der Umsetzung und Wirkung dieser Massnahmen im Spannungsfeld zwischen beruflichen Qualifikationen und Sprachkenntnissen von StellenbewerberInnen sowie hinsichtlich der sprachregionalen Dynamiken des Arbeitsmarktes für Verwaltungsmitarbeitende. Statistiken zum Anteil der Bundesangestellten nach Erstsprachen verweisen auf ein Ungleichgewicht der Vertretung von Sprachminderheiten in gewissen Positionen und Ämtern. Ziel dieses Projektes ist es, sich eingehend mit diesem Phänomen auseinanderzusetzen und die Komplexität der Mechanismen und Prozesse zu verstehen, die den Zugang der sprachlichen Minderheiten zu gewissen Positionen in der Bundesverwaltung erleichtern oder erschweren. Der Schwerpunkt liegt auf dem Personalrekrutierungsprozess, der als Schlüsselinstrument der Selektion und des Zugangs zur Anstellung verstanden wird.