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Sprachkurse für Mitarbeitende der Bundesverwaltung: Evaluation und Analyse des Angebotes und dessen Nutzung

Projekt durchgeführt von der Università della Svizzera Italiana (USI)

Verantwortung: Prof. Alexandre Duchêne und Dr. Renata Coray (KFM), Prof. Andrea Rocci (USI); wissenschaftliche Mitarbeiterinnen: Dr. Seraphina Zurbriggen und Dr. Sabine Christopher Guerra (USI); 2012-2013

Schlussbericht; Executive Summary; Zusatzauswertung Online-Befragung

Der Bund hat einen gesetzlichen Auftrag, die Kenntnisse seines Personals in den Landessprachen zu fördern, um die Mehrsprachigkeit im öffentlichen Dienst zu unterstützen. Die Verwaltungseinheiten haben dafür zu sorgen, dass alle Angestellten der Bundesverwaltung über genügend Kenntnisse einer zweiten Amtssprache verfügen und dass Kadermitglieder zusätzlich auch passive Kenntnisse einer dritten Amtssprache haben. Zu diesem Zweck bietet die Bundesverwaltung ihren Angestellten eine sprachliche Aus- und Weiterbildung in Deutsch, Französisch und Italienisch an.

Dieses gesetzlich verankerte Angebot an Sprachkursen für Bundesangestellte, deren Konzeption, Bedeutung und Nutzung stehen im Zentrum des Forschungsprojektes. Es nimmt eine Bestandes- sowie eine Bedarfs- und Bedürfnisanalyse vor. Die Bestandesaufnahme beschreibt das vorhandene Angebot und dessen Nutzung. Die Bedarfs- und Bedürfnisanalyse konzentriert sich einerseits auf die institutionelle Perspektive, andererseits auf die Perspektive der Bundesangestellten: Welche Vorstellungen bezüglich Notwendigkeit, Ziele und Ausgestaltung von Sprachkursen sind bei den Verantwortlichen der Bundesverwaltung und bei den KursanbieterInnen vorhanden? Inwiefern entsprechen die Sprach- und Kommunikationskurse der vom Bund beauftragten privaten KursanbieterInnen dem von den AuftraggeberInnen formulierten Bedarf? Und welche Bedürfnisse und Motivationen hinsichtlich ihrer sprachlichen Aus- und Weiterbildung sind bei den Bundesangestellten auszumachen? Eine genaue Beschreibung der vorhandenen Angebote, ihrer Konzeption und Umsetzung sowie ihrer Resonanz beim Bundespersonal kann aufzeigen, inwiefern das Angebot mit der Nachfrage übereinstimmt, das heisst, inwiefern die Sprachkurse, wie sie von der Bundesverwaltung organisiert werden, den Bedürfnissen der Angestellten entsprechen und wie diese artikuliert werden.

Seit 2013 liegen die Resultate vor (vgl. Schlussbericht und Executive Summary). Diese werden bis Herbst 2014 (Zusatzauftrag an die USI) ergänzt durch eine vertiefte Analyse der im Arbeitsalltag verwendeten sprachlichen Kompetenzen in den verschiedenen Aktivitätstypen der Bundesverwaltung sowie der sprachlichen Eigenheiten der einzelnen Verwaltungseinheiten.