Bundesverwaltung und Vertretung der Sprachgemeinschaften

Analyse der Personalrekrutierungsprozesse und -strategien
Team

In Zusammenarbeit  mit der Universität Zürich (UZH)

Eine angemessene Vertretung der Sprachgemeinschaften in der eidgenössischen Verwaltung gilt im politischen Diskurs als wichtiger Ausdruck der schweizerischen Mehrsprachigkeit. Verschiedene Gesetzesgrundlagen und Weisungen sind erlassen worden, um dieses Ziel zu erreichen.

Entwicklung eines Qualitätskonzepts für fide-Sprachkursangebote

Auftraggeber: Staatssekretariat für Migration (SEM)
Projektleitung
Das SEM hatte das Institut für Mehrsprachigkeit damit mandatiert, ein Qualitätskonzept für fide-Sprachkurse auszuarbeiten. Das Qualitätskonzept soll ein gemeinsames didaktisches Verständnis zu fide schaffen und dessen Einführung in die Sprachförderungspraxis unterstützen. Die Auswertung der  fide-Ersteinführungen sowie verschiedene Rückmeldungen von Bildungsinstitutionen hatten gezeigt, dass diesbezüglich noch unterschiedliche Auffassungen bestanden.

Team

Vera Prosdocimo, Julia Valle, Yohan Bühler

In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Statistik (BFS)

Sprachkurse für Mitarbeitende der Bundesverwaltung

Evaluation und Analyse des Angebotes und dessen Nutzung
Team

Projekt durchgeführt von der Università della Svizzera Italiana (USI)

Der Bund hat einen gesetzlichen Auftrag, die Kenntnisse seines Personals in den Landessprachen zu fördern, um die Mehrsprachigkeit im öffentlichen Dienst zu unterstützen. Die Verwaltungseinheiten haben dafür zu sorgen, dass alle Angestellten der Bundesverwaltung über genügend Kenntnisse einer zweiten Amtssprache verfügen und dass Kadermitglieder zusätzlich auch passive Kenntnisse einer dritten Amtssprache haben. Zu diesem Zweck bietet die Bundesverwaltung ihren Angestellten eine sprachliche...

Performing Swissness

Institutionen, Diskurse und soziale Transformationen
Projektleitung

Vincent Kaufmann, Uni St. Gallen

Team

Alfonso Del Percio, Arthur Poget

 

In unserem Forschungsprojekt „Performing Swissness: Institutionen, Diskurse und soziale Transformationen“ untersuchen wir, wie Institutionen der Kultur-, Tourismus- und Wirtschaftsförderung mittels ihrer diskursiven Praktiken ein bestimmtes Bild der „Schweiz“ konstruieren. Wir gehen zudem der Frage nach, welche Rolle soziale und wirtschaftliche Transformationen bei der (Neu-)Definition von „Swissness“ spielen.

Im Einklang mit der wachsenden Bedeutung von Sprachkompetenz im Neoliberalismus bedarf insbesondere die international operierende Gesundheitsindustrie zunehmender Multilingualisierung als Mittel ökonomischer Expansion. Vergleichbar mit anderen Dienstleistungsindustrien der ‚New Economy‘ die auf ein internationales Klientel ausgerichtet sind, bedeuten Sprachkenntnisse und mehrsprachige Repertoires hier einen ökonomischen Mehrwert für Gesundheitsdienstleister.

Diese Literaturübersicht soll den Stand der Forschung zu sozialen, politischen und linguistischen Herausforderungen von statistischen Erhebungen zu Sprachen vorstellen und internationale Studien analysieren, die in unterschiedlichen gesellschaftspolitischen und soziolinguistischen Kontexten verfasst wurden. Dabei soll die Komplexität der Dokumentation von Sprachen aufgezeigt werden, mit der sich jede Erhebung befassen muss, wenn sie Informationen zu Sprachpraktiken quantifizieren will....

Die Direktor/innen der rund 70 Verwaltungseinheiten sind dafür verantwortlich, dass die in der schweizerischen Bundesverwaltung geltenden sprachlichen Vorgaben (gemäss SpG, SpV und Mehrsprachigkeitsweisungen) in ihrer Verwaltungseinheit umgesetzt werden. Personen in solchen einflussreichen Positionen verfügen über einen gewissen Ermessensspielraum und können in ihrer Schlüsselrolle massgeblich auf die angemessene Vertretung der Sprachgruppen und Förderung der Mehrsprachigkeit einwirken....